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Crowdinvesting

Schon ab 250 € in Immobilien, Startups oder grüne Energie investieren — und dir Renditen von 5–8 % p. a. sichern. Hier erfährst du, wie der Schwarm dein Geld arbeiten lässt und worauf du achten musst.

Stand: Juni 2026

Was ist Crowdinvesting?

Viele Anleger bündeln kleine Beträge, um gemeinsam ein großes Projekt zu finanzieren.

Beim Crowdinvesting (auch „Schwarmfinanzierung") schließen sich viele Anleger zusammen, um gemeinsam in ein Projekt zu investieren — eine Immobilie, ein Startup oder eine Solaranlage. Jeder Einzelne steckt nur einen kleinen Betrag rein (oft schon ab 250 €), in Summe kommen so schnell Millionenbeträge zusammen.

Der Clou: Im Gegensatz zum klassischen Crowdfunding (wo du als Dankeschön ein Produkt bekommst) erhältst du beim Crowdinvesting eine finanzielle Gegenleistung — meist feste Zinsen, manchmal eine Gewinnbeteiligung. Dein Geld arbeitet also für dich.

📋 Steckbrief
Mindestanlage
ab 250 €
Rendite
5–8 % p. a.
Laufzeit
12–36 Monate
Verfügbarkeit
meist gebunden
Risiko
hoch (Nachrang)
Besteuerung
Abgeltungssteuer

So funktioniert Crowdinvesting

Vom Projekt bis zur Rückzahlung — der Ablauf in vier Schritten.

1

Projekt wird gelistet

Ein Projektträger (z. B. ein Immobilien-Entwickler) stellt sein Vorhaben auf einer Plattform vor — mit Finanzierungsziel, Zins und Laufzeit.

2

Anleger investieren

Du wählst ein Projekt und investierst deinen Wunschbetrag. Ist das Finanzierungsziel erreicht, kommt der Vertrag (meist ein Nachrangdarlehen) zustande.

3

Projekt wird umgesetzt

Der Träger nutzt das Kapital — baut, entwickelt, wächst. Während der Laufzeit bekommst du in der Regel feste Zinsen.

4

Rückzahlung + Zinsen

Am Laufzeitende fließt dein Kapital plus Zinsen zurück — sofern das Projekt erfolgreich war.

Wichtig: Die meisten Crowdinvesting-Verträge sind Nachrangdarlehen. Geht der Projektträger pleite, wirst du erst nach allen anderen Gläubigern bedient — im schlimmsten Fall droht der Totalverlust deines Investments.

Die drei wichtigsten Arten

Crowdinvesting gibt es in verschiedenen Geschmacksrichtungen — mit unterschiedlichem Risiko-Profil.

🏠

Immobilien

Der Klassiker. Du finanzierst Bauprojekte oder Bestandsimmobilien mit. Planbare Zinsen (5–7 %), kürzere Laufzeiten — aber abhängig vom Immobilienmarkt.

Risiko
3/5
🚀

Startups

Du beteiligst dich an jungen Unternehmen, oft mit Gewinnbeteiligung. Hohe Renditechancen, aber auch das höchste Ausfallrisiko.

Risiko
5/5
🌱

Erneuerbare Energien

Solar- und Windparks. „Grüne" Geldanlage mit stabilen Erträgen aus Einspeisevergütung — meist mittleres Risiko.

Risiko
2/5

Die besten Plattformen im Vergleich

Vier etablierte Anbieter mit unterschiedlichem Fokus — hier mein direkter Vergleich.

🏆 Finanzherr Tipp
Immobilien Immobilien Startups Solar
SchwerpunktImmobilienImmobilienStartupsSolar (Schwellenländer)
Mindestanlage10 €500 €250 €100 €
Rendite p.a.5,0–7,0 %4,5–6,5 %variabel (Beteiligung)5,0 %
Handelsplatz
Reguliert (BaFin)
Eignet sich fürEinsteigerImmobilien-FansRisikofreudigeNachhaltigkeit
Zu Bergfürst Zu Exporo Zu Companisto Zu Ecoligo
Schnellfazit: Für den Einstieg ist Bergfürst ideal — niedrige Mindestanlage (10 €), solide Immobilienprojekte und sogar ein Zweitmarkt, auf dem du Anteile vorzeitig verkaufen kannst.

Chancen & Risiken ehrlich abgewogen

👍 Vorteile

  • Höhere Zinsen als auf dem Tagesgeldkonto (5–8 % p. a.)
  • Niedrige Einstiegshürde — schon ab 250 € dabei
  • Konkrete, greifbare Projekte statt abstrakter Wertpapiere
  • Gute Möglichkeit zur Diversifikation neben ETFs
  • Bei grünen Projekten: Geldanlage mit Wirkung

👎 Nachteile

  • Hohes Risiko bis zum Totalverlust (Nachrangdarlehen)
  • Kapital ist während der Laufzeit meist fest gebunden
  • Keine Einlagensicherung wie beim Tagesgeld
  • Erfolg hängt komplett am einzelnen Projektträger
  • Erträge voll mit Abgeltungssteuer zu versteuern
Meine Faustregel: Crowdinvesting gehört bei mir in den „Spielgeld"-Teil des Depots — maximal 5–10 % des Vermögens, breit über mehrere Projekte gestreut. Das Fundament bleibt ein breit gestreuter ETF.

In 4 Schritten loslegen

So machst du dein erstes Crowdinvestment — in etwa 20 Minuten.

1

Plattform auswählen

Entscheide dich für einen regulierten Anbieter (siehe Vergleich). Achte auf BaFin-Regulierung und eine transparente Projekt-Historie.

2

Kostenlos registrieren

Konto eröffnen und per VideoIdent verifizieren. Das dauert nur wenige Minuten und ist gratis.

3

Projekte prüfen & streuen

Lies dir die Projektunterlagen genau durch (Laufzeit, Zins, Sicherheiten). Verteile dein Geld auf mehrere Projekte statt alles auf eine Karte.

4

Investieren & beobachten

Wunschbetrag investieren und den Projektfortschritt im Dashboard verfolgen. Zinsen kommen je nach Plattform laufend oder am Ende.

FAQ · Häufige Fragen

Die typischen Fragen rund ums Crowdinvesting — kurz und ehrlich beantwortet.

Bei den meisten Plattformen geht es schon ab 250 € los, einige (z. B. Bergfürst) ermöglichen sogar Investments ab 10 €. Du musst also kein Vermögen mitbringen. Wichtiger als die Höhe ist die Streuung: Lieber kleine Beträge in viele Projekte als alles in eines.

Crowdinvesting ist eine risikoreiche Anlageform. Die meisten Verträge sind Nachrangdarlehen — geht der Projektträger insolvent, wirst du erst nach allen anderen Gläubigern bedient, und im schlimmsten Fall verlierst du dein komplettes Investment. Es gibt keine Einlagensicherung. Genau dafür gibt es die höheren Zinsen.

Bei Immobilien- und Energieprojekten sind 5–8 % p. a. üblich. Startup-Beteiligungen können deutlich mehr abwerfen, fallen aber häufiger komplett aus. Die beworbene Rendite ist immer eine Prognose, keine Garantie.

Zinsen aus Crowdinvesting zählen zu den Kapitalerträgen und unterliegen der Abgeltungssteuer (25 % + Soli + ggf. Kirchensteuer). Viele Plattformen führen die Steuer nicht automatisch ab — dann musst du die Erträge selbst in der Steuererklärung (Anlage KAP) angeben. Freistellungsauftrag nicht vergessen.

In der Regel nicht — dein Kapital ist bis zum Laufzeitende gebunden. Eine Ausnahme bilden Plattformen mit Zweitmarkt (z. B. Bergfürst), auf dem du Anteile an andere Anleger verkaufen kannst. Garantiert ist ein Käufer aber nicht.

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Risikohinweis: Crowdinvesting ist eine hochriskante Anlage bis zum Totalverlust. Dieser Artikel stellt keine Anlageberatung dar (Stand: Juni 2026). Bei mit (*) markierten Links handelt es sich um Affiliate-Links — für dich entstehen keine Mehrkosten, Finanzherr erhält eine kleine Provision.