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Vermögenswirksame Leistungen

Bis zu 480 € geschenkt vom Arbeitgeber — jedes Jahr. Plus Arbeitnehmersparzulage vom Staat. Hier erfährst du, wie du deine VL am cleversten anlegst.

Stand: Juni 2026

Die besten VL-Anbieter im Vergleich

Vier Anbieter, vier Konzepte: vom günstigen ETF-Sparplan bis zum Komplett-Service mit Robo-Advisor. Hier mein direkter Vergleich.

🏆 Finanzherr Tipp
ETF-Sparplan Banksparplan Robo-Advisor Robo-Advisor
AnlageformETFs (frei wählbar)Banksparplan (Zinsen)ETF-Portfolio fertigETF-Portfolio fertig
Renditeerwartung p.a.~ 6–8 %~ 1–2 %~ 4–7 %~ 4–7 %
Depotgebühr20 € / Jahr0 €0,8–1,0 % p.a.0,49 % p.a.
Sparplan-Gebühr0,20 % pro Order0 €inkl.inkl.
ETF-Auswahl~ 750 VL-ETFs10 Portfolios6 Portfolios
Staatliche Zulage
Eignet sich fürSelbstentscheiderSicherheitsfansKomplett-ServiceNachhaltigkeit
Zu finvesto Zu ING Zu Oskar Zu Evergreen
Schnellfazit: Wer das Maximum aus seinen VL holen will, kombiniert die 40 € vom Arbeitgeber mit der staatlichen Arbeitnehmersparzulage und investiert in einen ETF-Sparplan — am günstigsten und flexibelsten bei finvesto.

Was sind vermögenswirksame Leistungen eigentlich?

Kurz erklärt: VL sind Geld vom Arbeitgeber, das nicht aufs Konto fließt, sondern direkt in eine Geldanlage.

Vermögenswirksame Leistungen (kurz VL, auch VWL) sind ein zusätzlicher monatlicher Betrag, den dein Arbeitgeber zusätzlich zum Gehalt in eine Geldanlage deiner Wahl einzahlt. Das Geld landet also nicht auf deinem Girokonto, sondern direkt in einem Sparplan, ETF, Bausparvertrag oder einer anderen förderfähigen Anlage.

Der Clou: VL sind eine Sozialleistung des Arbeitgebers, oft tariflich oder im Arbeitsvertrag geregelt. Sie kommen als „Geschenk" obendrauf. Trotzdem nutzen nur rund 60 % der Anspruchsberechtigten ihre VL — wer es nicht macht, lässt jedes Jahr bis zu 480 € liegen.

Die wichtigsten Eckdaten auf einen Blick

🏢
40 €
Max. monatlicher VL-Beitrag
🎁
480 €
Maximaler Jahreszuschuss
7 Jahre
Mindestlaufzeit (6 + 1)
🪙
80 €
Arbeitnehmersparzulage p.a.

Wer hat Anspruch auf VL?

Wenn dein Arbeits- oder Tarifvertrag VL vorsieht, hast du Anspruch — musst sie aber aktiv einfordern.

Anspruch haben grundsätzlich alle sozialversicherungspflichtigen Arbeitnehmer, deren Vertrag eine Regelung enthält — Vollzeit, Teilzeit, oft auch Azubis, Beamte und Soldaten. Praktikanten und Minijobber meist nicht, außer der Tarifvertrag sieht es vor.

Die Höhe regelt der Tarif- oder Arbeitsvertrag. Üblich sind 6,65 € bis 40 € pro Monat — 40 € ist das Maximum für die staatliche Förderung. Im öffentlichen Dienst (TVöD) z. B. 6,65 €, in der Metallindustrie 27 €, im Bankensektor oft die vollen 40 €.

Wichtig: Dein Arbeitgeber zahlt VL nicht automatisch. Du musst sie aktiv beantragen — im Personalbüro oder direkt in der Lohnabrechnung — und dazu den VL-Vertrag deines Anbieters vorlegen.

Aufstocken aus eigener Tasche

Zahlt dein Arbeitgeber weniger als 40 €, kannst du den Rest aus deinem Netto aufstocken. Beispiel: Chef gibt 26,59 €, du legst 13,41 € dazu — schon nutzt du die volle Förderung. Zahlt er gar keine VL, kannst du theoretisch komplett selbst einen Vertrag abschließen und die Zulage mitnehmen.

Die Arbeitnehmersparzulage: Geld vom Staat obendrauf

Wer ETFs bespart und unter den Einkommensgrenzen liegt, bekommt bis zu 80 € pro Jahr zusätzlich.

Investierst du deine VL in einen Aktien- oder ETF-Sparplan, fördert dich der Staat mit der Arbeitnehmersparzulage: 20 % von maximal 400 € pro Jahr, also bis zu 80 € jährlich — geschenkt vom Finanzamt.

Voraussetzungen für die Zulage

  • Zu versteuerndes Einkommen max. 40.000 € (Singles) bzw. 80.000 € (Verheiratete).
  • VL fließen in eine förderfähige Anlage — Aktien-, ETF- oder Investmentfonds (kein Banksparplan).
  • Jährlich in der Steuererklärung beantragen (Anlage VL).
  • 7-Jahres-Sperrfrist (6 Jahre einzahlen + 1 Jahr ruhen) einhalten.

Für Bausparverträge gibt es stattdessen die Wohnungsbauprämie — nur 9 % von max. 470 € und mit anderen Grenzen (17.900 € / 35.800 €).

Sparer-Beispiel Tim, 28 Single · 35.000 € Einkommen · spart 40 € VL/Monat in einen ETF
Rechenbeispiel
480 €
vom Chef
+
80 €
Zulage
=
560 €
pro Jahr geschenkt

Macht über die 7 Jahre allein 3.920 € geschenkt — ganz ohne eigene Einzahlung. Plus die Rendite aus seinem ETF-Sparplan obendrauf. Kein anderes Investment startet mit so viel Vorsprung.

Welche Anlageform passt zu dir?

Die Wahl entscheidet über Rendite, Risiko und staatliche Förderung.

🥇

ETF-Sparplan

Klare Empfehlung

Die renditestärkste Variante mit voller Förderung. Du kaufst monatlich Anteile eines breit gestreuten Aktien-ETFs (z. B. MSCI World oder FTSE All-World) — historisch ca. 6–8 % p. a. Schwankungen gehören dazu, bei 7 Jahren Laufzeit aber historisch fast immer unproblematisch.

Rendite
Risiko
Zulage
🏦

Banksparplan

Maximale Sicherheit

Der sicherste, aber renditeärmste Weg: garantierter Kapitalerhalt, aber nur 1–2 % p. a. Keine Schwankungen — dafür keine Arbeitnehmersparzulage.

Rendite
Risiko
Zulage
🏠

Bausparvertrag

Für künftige Eigenheim-Käufer

Sinnvoll, wenn du in 7–15 Jahren eine Immobilie kaufen willst und dir günstige Darlehenszinsen sichern möchtest. Rendite in der Ansparphase aber sehr niedrig (oft unter 1 %).

Rendite
Risiko
Zulage
🧱

Tilgung eines Baudarlehens

Wenn du schon baust

Läuft ein Immobilienkredit, kannst du VL zur Sondertilgung nutzen — als „Rendite" sparst du dir die Hypothekenzinsen. Smart, wenn die Zinsen hoch sind.

Rendite
Risiko
Zulage
🤖

Robo-Advisor

Oskar · Evergreen

Eine Komplettlösung für alle, die sich nicht selbst kümmern wollen. Bequem, aber teurer als ein DIY-ETF-Sparplan: 0,5–1,0 % p. a. Zusatzgebühr fressen langfristig Rendite.

Rendite
Risiko
Zulage
VL-Sparphase: 6 Jahre einzahlen, 1 Jahr ruhen, danach Auszahlung möglich

VL-Rechner: Was kommt am Ende raus?

Spiel mit den Werten: Sparrate, Laufzeit und Rendite frei einstellen. Der Rechner zeigt, was dein VL-Vertrag wert sein könnte.

Deine Eckdaten
Monatliche Sparrate40,00 €
Max. förderfähig: 40 €
Laufzeit7 Jahre
Mindestens 7 Jahre (6 + 1)
Erwartete Rendite p.a.6,0 %
Bank 1–2 % · ETF 6–8 %
Endwert nach 7 Jahren
4.723 €
davon geschenkt
+1.363 €
Eingezahlt
3.360 €
Zulage
560 €
Kursgewinne
803 €
01k2k4k5kJahr 0Jahr 7

Modellrechnung, keine Garantie. Kursgewinne vor Steuern.

Meine persönliche Empfehlung

Welcher Anbieter passt zu welchem Typ Sparer? Hier meine ehrliche Einschätzung.

#1 Für Selbstentscheider

Meine klare Nummer eins für 2026. finvesto (Marke der FNZ Bank, ehemals ebase) ist der einzige große Anbieter mit riesiger Auswahl an VL-fähigen ETFs — über 750 Stück inkl. MSCI World, FTSE All-World, S&P 500. 20 € Depotgebühr + 0,2 % pro Ausführung, bei niedrigen ETF-Kosten trotzdem günstiger als jeder Robo-Advisor.

Riesige ETF-AuswahlVolle ZulageGünstigste Gesamtkosten
Für Sicherheitsfans

Wenn du mit Kursschwankungen nicht klarkommst: solider Banksparplan mit garantiertem Kapitalerhalt. Aber: keine Arbeitnehmersparzulage. Wer auf die 80 € verzichten kann und ruhig schlafen will, fährt damit ordentlich.

Kapitalerhalt garantiertKeine GebührenKeine Zulage
Für Komfort-Fans

Der bequemste Weg: anmelden, Risikoklasse wählen, fertig. Nachteil: 1 % Servicegebühr p. a. drückt die Rendite, und es gibt keine staatliche Zulage. Nur sinnvoll, wenn du eh über der Einkommensgrenze liegst.

Voll automatisiert1 % Gebühr p.a.Keine Zulage
Für Nachhaltigkeits-Fans

Junger Robo-Advisor mit Fokus auf nachhaltige Geldanlage. Günstiger als Oskar (0,49 % p. a.), Angebot aber kleiner. Vorteil: Arbeitnehmersparzulage möglich. Die solideste Robo-Alternative, wenn dir grüne Anlage wichtig ist.

Nachhaltig investiert0,49 % GebührZulage möglich
Mein Fazit: Maximaler Vermögensaufbau → finvesto. Maximale Sicherheit → ING. Robo-Advisor sind okay, kosten aber mehr — selten die beste Wahl, wenn du dich nur 30 Minuten einarbeitest.

VL beantragen in 4 Schritten

Vom Anbieter-Auswählen bis zur ersten Einzahlung — ca. 30 Minuten Aufwand, einmalig.

1

Anbieter wählen & VL-Vertrag eröffnen

Entscheide dich (siehe Vergleich). Bei finvesto explizit den VL-Vertrag wählen — nicht einfach ein normales Depot! ETF auswählen (z. B. iShares Core MSCI World, IE00B4L5Y983), Daten eingeben, per VideoIdent identifizieren.

2

VL-Vertrag beim Arbeitgeber einreichen

Du bekommst eine VL-Bescheinigung (PDF mit Vertragsdaten & Bankverbindung). Diese reichst du in der Personalabteilung ein. Ab dem Folgemonat überweist der Arbeitgeber direkt in deinen Sparplan.

3

Sparrate festlegen (ggf. aufstocken)

Zahlt der Arbeitgeber weniger als 40 €, stockst du aus deinem Netto auf, um die volle Förderung mitzunehmen — meist per Lastschrift vom Girokonto.

4

Jährliche Steuererklärung mit Anlage VL

Im Frühjahr kommt die elektronische VL-Bescheinigung, automatisch ans Finanzamt übermittelt. Du setzt nur das Kreuz bei „Arbeitnehmersparzulage" (Anlage VL in ELSTER). Auszahlung gesammelt nach 7 Jahren.

Achtung: Reicht dein Arbeitgeber die VL-Bescheinigung weiter, ohne dass du die Zulage in der Steuer beantragst, verfällt diese! Passiert öfter als gedacht — also jedes Jahr ans Eintragen denken.

FAQ · Häufige Fragen zu VL

Die typischen Fragen — mit kurzen, ehrlichen Antworten.

Dein VL-Vertrag läuft ganz normal weiter — er gehört dir, nicht dem Arbeitgeber. Du gibst dem neuen Arbeitgeber einfach die VL-Bescheinigung deines Anbieters, dann zahlt er ab dem nächsten Monat den vereinbarten Betrag ein. Zahlt der neue Arbeitgeber keine VL, besparst du den Vertrag aus eigener Tasche weiter oder stellst ihn beitragsfrei — den Anspruch auf die Zulage behältst du in beiden Fällen.

Die Arbeitgeberzahlung fällt weg, der Vertrag bleibt aber bestehen. Du kannst ihn beitragsfrei stellen (kostenlos, kein Verlust der Zulage) oder aus eigener Tasche weitersparen. Eine vorzeitige Kündigung in einer schwierigen Phase ist meist keine gute Idee — du verlierst dadurch die staatliche Zulage.

Ja, jederzeit. Aber: Du verlierst die Arbeitnehmersparzulage komplett und viele Anbieter berechnen eine Auflösungsgebühr (~10 €). Ausnahmen ohne Zulagenverlust: Heirat, Tod, vollständige Erwerbsunfähigkeit oder mindestens einjährige Arbeitslosigkeit nach Ablauf des Sparzeitraums.

Die Mindestlaufzeit beträgt 7 Jahre: 6 Jahre zahlst du (oder dein Arbeitgeber) ein, im 7. Jahr ruht der Vertrag. Erst danach bekommst du den vollen Betrag inkl. Gewinne und Zulage ausgezahlt. Danach kannst du den Vertrag weiterlaufen lassen oder dir das Geld auszahlen lassen.

Ja, definitiv. Auch 6,65 € sind rund 80 € pro Jahr „geschenkt" — über 7 Jahre fast 560 € ohne einen Cent eigene Einzahlung. Stockst du auf 40 € auf, bekommst du zusätzlich die volle staatliche Zulage. Es gibt keine andere Anlage mit faktisch 100 % Rendite schon vor dem ersten Tag.

Weltweit gestreute, günstige ETFs: iShares Core MSCI World (IE00B4L5Y983), Vanguard FTSE All-World (IE00BK5BQT80) oder Xtrackers MSCI World (IE00BJ0KDQ92). Für VL sinnvoll: thesaurierende Varianten, damit du den Zinseszins voll ausnutzt.

Die VL selbst sind Teil deines Bruttolohns und bereits versteuert — darauf fällt keine erneute Steuer an. Auf Kursgewinne und Dividenden des ETFs zahlst du Kapitalertragsteuer (25 % + Soli + ggf. Kirchensteuer); bei deutschen Brokern wird das automatisch abgeführt. Freistellungsauftrag nicht vergessen!

🎁

Bis zu +1.200€ Bonus geschenkt

Neues Depot, Girokonto oder Krypto-App? Auf meiner Bonus-Seite sammle ich alle aktuellen Neukunden-Aktionen — in wenigen Minuten sicherst du dir mehrere hundert Euro Prämien.

Zu den Bonus-Links

Bei mit (*) markierten Links handelt es sich um Affiliate-Links — für dich entstehen keine Mehrkosten, Finanzherr erhält eine kleine Provision. Alle Infos wurden mit größter Sorgfalt recherchiert (Stand: Juni 2026), stellen aber keine Anlage-, Steuer- oder Rechtsberatung dar. Förderungen, Einkommensgrenzen und Konditionen können sich ändern.